Auf den Spuren von Thiel und Börne durch Münster

 

Am 17. September trafen sich 10 Zwarlerinnen und Zwarler am Bahnhof Schwerte, um gemeinsam mit dem Zug nach Münster zu fahren. Wir starteten um 9.33 h  und erreichten Münster bereits eine Stunde später.

Vom Bahnhof aus gingen wir fußläufig zur Innenstadt. An diesem Samstagmorgen herrschte bereits in der Stadt ein reges Leben und Treiben. Am Prinzipalmarkt angelangt, gingen wir zum historischen Rathaus mit dem Friedensaal. In diesem Gebäude befindet sich auch die Touristeninformation, so dass wir uns gleich mit einem Stadtplan versorgten. Weiter führte uns unser Weg zum St. Paulus Dom. Davor, auf dem riesigen Domplatz  herrschte eine Geschäftigkeit, denn es war Markttag. Viele Händler boten ihre Waren an, es war eine Augenweide sich dieses Warenangebot, super aufgebaut, anzusehen, nur zum Kaufen fehlte u. a. die Zeit.

Wir machten einen Abstecher in den Dom, waren von der Größe und der Ausstattung beeindruckt, obwohl er nicht prunkvoll überladen wirkte. Dann war es auch bereits Mittag. Für uns war um 12.00 h  im historischen Restaurant „Kiepenkerl“ ein Tisch reserviert. Dort angekommen, stärkten wir uns bei einem Mittagessen. Anschließend begaben wir uns zum nahe gelegenen Spiekerhof. Hier war auch die Bushaltestelle für die Sightseeingtour. Nach einer kurzen Wartezeit stiegen wir in diesen Bus ein und ließen uns unterwegs Informationen über historische Gebäude und Plätze auf dem Wege zukommen lassen.

Nach einigen, wenigen Haltestellen stiegen wir jedoch kurz vor dem Stadtschloss Münster wieder aus und spazierten in Richtung dieser ehemals fürstbischhöflichen Residenz. Ein prachtvolles dreiflügeliges Gebäude im Barockstil, das im Zeitraum von 1767 bis 1787 von Johann Conrad Schlaun errichtet wurde. Dieser Herr Schlaun hatte ebenfalls den Erbdrostenhof errichtet, ein weiteres epochales Gebäude aus dieser Zeit. Im Schloss Münster ist zur Zeit die Verwaltung der Westfälischen Wilhelm Universität untergebracht.

Um 15.00 h hatten wir uns am Schloss für einen Gang „auf den Spuren von Thiel und Börne“ nach dem Tatortkrimi Münster verabredet. Die bis dahin verbliebene Zeit nutzten wir, um in den Schlosspark zu gehen und uns anschließend noch einen Teil des Botanischen Gartens anzusehen. Wir mussten leider diesen Spaziergang ein wenig verkürzen, da nun unser Rundgang vom Schloss in Richtung Innenstadt „auf den Spuren von Thiel und Börne“ begann. Unsere Führerin, eine Historikerin, sonst nur geschichtlich unterwegs, hatte uns einiges von den Tatortkrimis und den Schauspielern zu bereichten. Sie führte uns an Orte wie das Polizeipräsidium, die Staatsanwaltschaft und die Gerichtsmedizin, wie sie uns im Fernsehen präsentiert wurden, aber nicht der Realität entsprechen, z. B. die Gerichtsmedizin befindet sich eigentlich in Köln. Andere städtische Gebäude der Stadt müssen im Film dafür herhalten. Mit diesen Erklärungen werden wir nun den demnächst im Fernsehen zu sehenden 30. Tatort Münster mit anderen Augen ansehen.

An der Lambertikirche, im Zentrum der Stadt endete diese Führung. Sie war gut präsentiert, wir waren begeistert.

Den gesamten Tag hatte sich das Wetter während unseres Stadtspazierganges ganz manierlich verhalten, keine Sonne (anders als an den Tagen zuvor), angenehme Temperaturen und einige wenige „Regentröpfchen“, also von allem etwas, das uns jedoch überhaupt nicht gestört hatte.

Von der Lambertikirche, vorbei an den Arkaden, wo sich viele interessante Geschäfte und Lokale befinden, die wir uns aber nur von außen anschauen konnten, führte uns der Weg wieder zum Spiekerhof. Gott sei Dank brauchte wir nicht lange auf unseren Sightseeing-Bus warten. Wir stiegen ein und gingen gleich zum Oberdeck. Von hier hatten wir einen wunderbaren Ausblick und ließen uns nun ausgiebig die Sehenswürdigkeiten entlang der Route erklären.

Die Tour führte auch am Aa-See vorbei. Hier hätten wir gern eine Pause eingelegt; ließen es aber bewenden und entschieden uns wegen der fortgeschrittenen Zeit Richtung Bahnhof weiterzufahren. Da wir am Ende bis zur Abfahrt des Zuges nach Schwerte doch noch etwas Zeit hatten, suchten wir in Bahnhofsnähe ein Bistro auf, nahmen noch eine kleine Stärkung zu uns und fuhren dann um 18.34 h nach Schwerte zurück.

Ingrid hatte uns mit ihrem Vorschlag und ihrer Planung einen schönen Tag beschert.

Wir stellten fest, Münster ist eine weitere Reise wert, zumal es von Schwerte aus gut erreichbar ist.

Planung: Ingrid

Bericht:   Marlies