Wichtige Informationen!!!!

Zeitungsvorlage: 31.10.2019

An:    Zwar-Zentralstelle Dortmund

          RuhrNachrichten

          Ruhr Bote

          Ruhr-Anzeiger

          Aktive Senioren

         

 

 

ZWAR (ZWischenArbeitundRuhestand) setzt sich für Mobile Senioren ein!

 

Im Alter selbstbestimmt zu leben und an der Gesellschaft teilzuhaben, sowie gute Unterstützung bei Hilfe- und Pflegebedürftigkeit zu erhalten - das wünschen sich die meisten Menschen. Sie dabei zu unterstützen, ist zentrales Ziel der  Seniorenpolitik.

Seniorinnen und Senioren sind heute gesünder, vitaler und besser ausgebildet als frühere Generationen - und oft möchten sie sich mit ihrer Lebenserfahrung gesellschaftlich einbringen.

Das Netzwerk ZWAR hilft Menschen ab 55 Jahren in Vorbereitung auf den Ruhestand und die darauf folgenden Jahre, soziale Verbindungen aufzubauen und durch Wertschätzung der Vereinsamung und Hilflosigkeit entgegenzuwirken. Die Gruppierung basiert auf Selbstorganisation und Eigenverantwortung der Teilnehmenden.

Mit großer Betroffenheit nimmt ZWAR Schwerte-Mitte  zur Kenntnis, dass die Landesregierung NRW die in Dortmund ansässige ZWAR-Zentralstelle NRW ab 2020 nicht mehr finanziell unterstützen wird.

Da ein ZWAR Netzwerk ein Zusammenschluss von verschiedenen Menschen mit unterschiedlichen Biografien ist, gestaltet sich der Start mitunter nicht immer einfach. Auch Selbstorganisation will gelernt sein. Darum wurde bei neu gegründeten ZWAR Netzwerken Starthilfe von einer Gruppenbegleitung angeboten und auch in Konfliktfällen konnte fachliche Hilfe geleistet werden.

Ohne die fachliche Unterstützung der ZWAR-Zentralstelle wird es in NRW keine neuen Gruppierungen mehr geben und die bestehenden Gruppen geraten durch die fehlende Unterstützung auch in Gefahr.

Es geht um 600.000 Euro für die Gehälter der fachkundige soziale Mitarbeiter der ZWAR-Zentralstelle NRW.

Das BundesMinisterium f.Familie,Senioren,Frauen und Jugend (BMFSFJ) berät in Fachkonferenzen ausgiebig zum Runden Tisch “Aktiv Altern-Übergänge gestalten“ genau diese Zielrichtung.

Hier ist die Frage : Warum ist das Land NRW nicht daran interessiert die Vorgaben des Bundes anzuhalten und die bereits vor 40 Jahren  gegründeten ZWAR-Verbindungen fortzusetzen?

In NRW gibt es in 70 Kommunen 210 ZWAR-Gruppierungen, die betroffen sind.

ZWAR Schwerte-Mitte                                              Herrn Minister

Ansprechpartnerin:                                                   Karl-Josef Laumann

Frau Gudrun Daman                                                Ministerium für Arbeit,

Ostenstr. 34                                                            Gesundheit und Soziales

58239 Schwerte                                                       des Landes NRW

                                                                               Fürstenwall 25

                                                                               40219 Düsseldorf

                                                                              

                                                                               Schwerte, 17.10.2019

 

Streichung der Förderung und  Unterstützung der ZWAR Gruppen in NRW  

durch die Landesregierung

 

Sehr geehrter Herr Minister Laumann,

im Auftrag unserer 170 ZWAR-Teilnehmer Schwerte-Mitte wenden wir uns heute an Sie mit unserem Anliegen:

Mit großer Betroffenheit haben wir erfahren, dass die Landesregierung NRW die Unterstützung der ZWAR-Zentralstelle in Dortmund gestrichen hat.

Wir möchten Ihnen vor Augen führen, dass durch diese Maßnahme und den Rückzug der Landesregierung aus dem ZWAR-Projekt die bestehenden ZWAR-Gruppierungen gefährdet sind. Es bedeutet einen großen und nachhaltigen Verlust für ZWAR „Einsamkeit im Alter“. Es können z.B. keine Neugründungen mehr stattfinden, da die sachliche und personelle Unterstützung weggefallen ist.

Die Städte (Beispiel Schwerte) sind nicht in der Lage Gelder zur Verfügung zu stellen, da es wegen des Nothaushaltes nicht gestattet ist.

Wir sind sehr betroffen und verärgert und können nicht nachvollziehen, dass Sie als Minister, „dem die älteren Menschen besonders am Herzen liegen“ Ihr Augenmerk nur auf die pflegebedürftigen und ans Haus gefesselten Senioren richten.

Denn:

Netzwerke, Strukturen und niederschwellige Betreuungen entstehen in den Jahren davor und tragen durch die persönlichen Verbindungen dann bis in die späteren Situationen hinein. 

Fazit:

ZWAR hält Menschen länger fit

und

Sie bleiben länger selbständig

und

Sie fallen somit der Allgemeinheit weniger zur Last.

Wir appellieren daran, dass Sie Ihre Entscheidung überdenken und zurücknehmen und legen eine Aufstellung über die Arbeiten von ZWAR bei, damit Sie leichter eine positive Entscheidung herbeiführen können.

Mit  freundlichen Grüßen

Gudrun Damann

 

 

 

 

Treffen

mit Frau Butschkau

7.10.2019

Sorge bei ZWAR in Schwerte

Landtagsabgeordnete Anja Butschkau berichtete über die Streichung der Fördermittel des Landes

Die ZWAR-Gruppe Schwerte erhielt in der letzten Woche Besuch aus dem Landtag. Die SPD-Abgeordnete Anja Butschkau berichtete der ZWAR-Lenkungsgruppe in einem Eiscafé über die Absicht der schwarz-gelben Landesregierung, die finanzielle Förderung von ZWAR zu streichen. Das wird auch Auswirkungen auf die Gruppe in Schwerte haben.

Wer von der Arbeit in den Ruhestand wechselt, hat vom einen auf den anderen Tag viel Zeit. Was macht man mit der vielen Zeit, die man nun ausfüllen muss? Man droht in ein tiefes Loch zu fallen, Vereinsamung im Alter droht, soziale Kontakte werden immer weniger und fehlen für einen gesunden Lebensabend.

Vor 40 Jahren wurde in Dortmund das Projekt ZWAR - zwischen Arbeit und Ruhestand - gegründet, um Vorruheständler vor Vereinsamung und Alleinsein zu bewahren. Heute gibt es in Nordrhein-Westfalen 240 ZWAR-Gruppen mit rund 10.000 aktiven Menschen. In vielen Kommunen ist die Seniorenarbeit, die ZWAR leistet, nicht wegzudenken. Zwei ZWAR-Gruppen gibt es auch hier in Schwerte.

„ZWAR-Gruppen sind selbstorganisiert und selbstbestimmt. Wir planen unsere Aktivitäten mit allen basisdemokratisch“, erklärt Manfred Sigges, ein Mitglied des Schwerter ZWAR-Netzwerks das ZWAR-Konzept. „Jeder in diesem  Alter kann einfach vorbeikommen und mitmachen -  unabhängig von politischer und religiöser Ausrichtung.“

Sigges erzählt immer wieder gerne, wie bereichernd ZWAR für viele ältere Menschen ist: „Unsere gemeinsamen selbstorganisierte Aktivitäten umfassen u.a. Radfahren, Wander, Essen gehen, Kochen, Fotografieren, Theaterbesuche, PC-Betreuung – aber wir unterstützen auch durch Besuche bei Krankheit oder in anderen Notfällen.“

Doch die Existenz von ZWAR ist bedroht. Die Landesregierung hat angekündigt, die Förderung der ZWAR-Zentralstelle in Dortmund zu streichen. Damit fallen 600.000 Euro für den hauptamtlichen Überbau weg. Dieser hat die Aufgabe, neue Gruppen ins Leben zu rufen und die vorhandenen Gruppen bei der landesweiten Vernetzung zu unterstützen. Die Zentralstelle betreut die Gruppen auch bei ihrer Selbstorganisation und bietet Seminare und Workshops für die vielen engagierten ZWARler an.

„Wenn der organisatorische Überbau wegfällt, dann müssen wir befürchten, dass früher oder später die rein ehrenamtlichen Gruppen vor Ort sterben“, äußert Anja Butschkau ihre Bedenken. Die Landesregierung spiele zudem mit falschen Karten. „Für Sozialminister Laumann ist die Freizeitbeschäftigung von Senioren eine kommunale Aufgabe. Dabei fließt kein einziger Euro der Landesförderung in die Gruppen vor Ort, sondern in die landesweite Koordinierungs-, Netzwerk- und Bildungsarbeit.“

Die Schwerter ZWARler wollen die Streichung der Fördermittel nicht akzeptieren. Sie wollen Sozialminister Karl-Josef Laumann und die örtlichen CDU- und FDP-Abgeordneten anschreiben, um diese von der Notwendigkeit der Existenz von ZWAR zu überzeugen, die sich übrigens 40 Jahre lang hervorragend bewährt hat.

Der ZWAR-Dachverein wird außerdem in Kürze knapp 11.000 Unterschriften, die in ganz NRW für den Erhalt von ZWAR gesammelt wurden, an den Petitionsausschuss des Landtags übergeben.